>>Frage des Monats << |
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Was sind kalkulatorische Zinsen? Was ist generell der Sinn dieser kalkulatorischer Kosten, zu denen die kalkulatorischen Zinsen gehören? Kalkulatorische Kosten berechnet man, um ein möglichst genaues, realitätsnahes Betriebsergebnis zu ermitteln. Dieses Betriebsergebnis soll frei sein von manipulativen Enflüssen, denen der Jahresabschluss und die GuV unterliegen. Dies soll nun noch einmal am Beispiel der kalkulatorischen Zinsen genauer erklärt werden.
Nehmen wir wieder an, es existierten zwei Apotheken A und B, die genau gleich seien (gleiches Angebot, gleicher Standort usw.) Einziger Unterschied: der Apotheker A arbeitet in seiner Apotheke mit Eigenkapital, während Apotheker B mit Fremdkapital arbeitet. Der Apotheker A, der mit Eigenkapital arbeitet, muss kalkulatorische Zinsen ansetzen, damit er sich mit dem anderen Unternehmer vergleichen kann. Täte er dies nicht, so würde er sich ein Betriebsergebnis vorgaukeln, dass gar nicht so gut ist, wie es scheint. Kalkulatorische Zinsen werden also berechnet, weil man das gesamte Kapital, welches im Unternehmen arbeitet, auch am Kapitalmarkt investieren könnte. Das Kapital im Unternehmen einzusetzen, verursacht also einen Nutzenentgang. Hier wird auch der Ausdruck "Opportunitätskosten" (= Kosten der entgangenen Gelegenheit) verwendet. Dieser Nutzenentgang soll durch die kalkulatorischen Zinsen erfasst werden. Man multipiziert also das Eigenkapital mit dem Zinssatz, den man am Kapitalmarkt erzielen würde und erhält so die kalkulatorischen Zinsen. |
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