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Spaßlerndenk®-Witze
Spaßlerndenk®-Witze verknüpfen inhaltliche Lernstoffe und Erkenntnisse der Betriebswirtschaftslehre (BWL) mit Witzen, Anekdoten und interessanten Geschichten.

Was hätten Sie denn gerne?

Eine der wichtigsten Erkenntnisse beim Umgang mit der Betriebswirtschaftslehre (BWL) ist, dass man einem Ergebnis niemals trauen darf. Das Ergebnis , die "Zahl unter dem Strich" hängt immer ab vom Bezugsrahmen, vom Meßsystem und von den einbezogenen Größen. In der BWL ist zwei und zwei niemals vier. Manchmal kommt "sieben" heraus und manchmal "minus drei" .
"Ein junger Praktikant wird beauftragt für das Unternehmen einen Wirtschaftsprüfer zu suchen, der die Bilanzen des Unternehmens prüfen soll. Schon etwa eine viertel Stunde später meldet der Praktikant, dass er den richtigen Wirtschaftsprüfer gefunden habe. Das könne nicht sein, entgegnet man ihm. Man müsse Kriterien festlegen, eine Vorauswahl treffen, Referenzen einholen, persönliche Gespräche führen, usw. usw.

Der Praktikant erklärt, dass er die geignete Auswahlmethode bereits gefunden und angewandt habe. Wie er das denn gemacht hätte, will man wissen. "Ich habe 10 Wirtschaftsprüfer aus dem Telefonbuch genommen, sie angerufen und ihnen eine einzige Frage gestellt." "Welche", will man wissen. "Die Frage lautete: wieviel ist zwei und zwei? Neun haben geantwortet: "vier". Einer aber hat gefragt: Welche Zahl schwebt Ihnen denn so vor? - den habe ich genommen."

Alte Weisheiten und moderne BWL


Eine Weisheit der Dakota-Indianer sagt: "Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig´ ab."

Im modernen Management werden heute andere Strategien bevorzugt. Manager und Unternehmensberater entwickeln z. B. folgende Vorgehensweisen:

o Wir besorgen eine stärkere Peitsche.
o Wir wechseln den Reiter.
o Wir bilden eine Taskforce, um das tote Pferd
   wiederzubeleben.
o Wir schieben eine Trainingseinheit ein, um besser
   reiten zu lernen.
o Wir kaufen Leute von außerhalb ein, um das tote
   Pferd zu reiten.
o Wir erklären, dass unser Pferd schneller, besser und
   billiger tot ist.
o Wir richten eine eigene Kostenstelle für tote
   Pferde ein.
o Wir ändern die Kriterien, die besagen, dass ein   
   Pferd tot ist.

In Deutschland sind die Lohnnebenkosten hoch

Man diskutiert über den "Standort Deutschland". Einige sagen,
dass der Standort Deutschland für viele ausländische Wirtschaftsunternehmen nicht mehr attraktiv genug sei. Als Argumente werden dann vor allem genannt, dass in Deutschland
viel zu viel geregelt sei (dazu später mehr) und dass die Lohnnebenkosten zu hoch seien.

"Der Chef kommt spät am Abend von einer Dienstreise zurück und will noch rasch die Post durchsehen. Außer den Putzfrauen vermutet er niemanden mehr im Gebäude. Zu seiner Überraschung sind aber überall die Lichter an. Er hört laute Musik. Auf den Fluren liegen leere Weinflaschen herum. In den Ecken drücken sich knutschende Pärchen herum, und in der Kantine wird laut gesungen und getanzt.

Er stürmt wutentbrannt in sein Büro. Dort findet er seine Sekretärin mit einigen Kolleginnen, die gerade wieder einen Sektkorken knallen lassen. "Ich will sofort wissen was hier los ist", brüllt er. "Ihr habt wohl alle eine Macke !"

"Chef, beruhigen Sie sich, sagt seine engste Mitarbeiterin. Nur der Computer hat eine Macke. Er hat uns statt der Gehälter die Abzüge überwiesen."

Eine Stabsstelle ist eine Stelle ohne Entscheidungskompetenz

Ein Mitarbeiter einer Stabsstelle darf immer nur Entscheidungen vorbereiten, er darf aber nicht selber entscheiden. Typische Stabsstellen sind die Rechtsabteilung oder das Controlling. Es entwickelt sich ein Spezialistentum, das für den Mitarbeiter der Stabsstelle frustrierend sein kann.

"Ein Mitarbeiter einer Stabsstelle gleicht einem Mann, der 132 Liebespositionen kennt - und keine einzige Frau."

Auf unerlaubte Fragen darf ein Bewerber lügen

Im Vorstellungsgespräch sind nur Fragen erlaubt, an deren Antwort das Unternehmen ein berechtigtes Interesse hat. So ist z.B. die Frage nach Schwerbehinderung erlaubt, weil hier das Unternehmen  ein berechtigtes Interesse hat, zu wissen, ob es einen Schwerbehinderten beschäftigt. Wird dem Bewerber eine Frage gestellt, die nicht erlaubt ist, wie z.B. die Frage nach Heiratsabsichten oder Gewerkschaftszugehörigkeit, so darf der Bewerber lügen. Dies hat das Bundesarbeitsgericht entschieden, weil der Bewerber seine Chancen verspielen würde, würde er darauf hinweisen, dass dies "den Arbeitgeber nichts angehe."

"Ein Arbeitsuchender erscheint in der Personalabteilung. Weil man dort in letzter Zeit keine guten Erfahrungen mit Bewerbern gemacht hat, werden sehr viele Fragen gestellt:

"Rauchen Sie ?"
"Nein."
"Trinken Sie ?"
"Auch nicht."
"Sind Sie hinter den Frauen im Betrieb her ?"
"Nein."
"Sind Sie häufiger krank ?"
"Nein, so gut wie nie."
"Ja, haben Sie denn überhaupt keine Fehler?"

Der Mann denkt einen Augenblick nach: "Ich schwindele ab und zu ein wenig."

Ein Chef muss sich vor seine Angestellten stellen

 

Ein wichtiges Prinzip im Rahmen der Personalführung ist:

Nach außen und nach oben sind Fehler der Angestellten Fehler des Chefs. Gegenüber dem Kunden sollte der Vorgesetze seinen Angestellten nicht bloßstellen.

"Der Bankangestellte kommt wutentbrannt in das Büro des Zweigstellenleiters. "Ich tue ja alles für die Kunden, aber so lasse ich nicht mit mir umspringen." Der Chef versucht, ihn zu beruhigen. Das brauchen Sie auch nicht. Sie wissen ja - wenn es Schwierigkeiten gibt, stehe ich immer voll hinter meinen Leuten. Was hat der Kunde denn gesagt?"

"Er hat mich angebrüllt: "Geben Sie mir sofort meine Kontoauszüge, Sie Idiot." Der Zweigstellenleiter schüttelt den Kopf. "Wieviel ist denn auf dem Konto?"

"Über eine Million."

Da brüllt der Zweigstellenleiter: "Dann geben Sie ihm sofort, was er will, Sie Idiot."

Japanische Erfolgsmethoden machen sich auch in Deutschland breit


Inzwischen schauen viele Unternehmen nach Japan und übernehmen japanische Erfolgsmethoden. So ist z.B. das japanischen "KAIZEN" nach Deutschland übertragen worden als KVP, als kontinuierlicher Verbesserungsprozess. KAIZEN oder KVP bedeuten, etwas immer wieder in winzig kleinen Schritten zu verbessern, also niemals stillzustehen. Es ist falsch, direkt nach dem Quantensprung zu suchen. Aus den vielen kleinen Schritten entsteht vielleicht irgendwann mal der große Quantensprung. Auch das japanische Motto "Alle wissen Bescheid" und der Aushang von Parolen in den Werkshallen wird teilweise von einigen deutschen Unternehmen übernommen.

"Ein deutsches Automobilunternehmen, das für seine flotten Sportwagen bekannt ist, möchte seine Produktivität und Rentabilität verbessern. Das Management engagiert deshalb für viel Geld einen bekannten japanischen Berater. Nachdem der Mann aus Nippon einen Rundgang durch die Werkshallen gemacht hat, empfiehlt er, den Hebel zunächst bei der Arbeitsmoral anzusetzen.

Um die Mitarbeiter mental richtig vorzubereiten, hat er auch gleich große Plakate mitgebracht, die über den Fließbändern aufgehängt werden sollen. Als die Arbeiter am nächsten Tag zur Frühschicht antreten, lesen sie:

Albeite flölich-Ohne Mullen und Knullen.
Immel dalan denken:
Albeit macht Fleude!

Seitdem geht es mit der Produktivität steil aufwärts.

Joint Venture

Ein Joint Venture ist ein Gemeinschaftsunternehmen, oft von einem inländischen und einem ausländischen Partner. Die beiden Betriebe schließen sich zu einem Gemeinschaftsunternehmen zusammen, weil jeder das braucht, was der andere hat. So ist z.B. denkbar, dass der eine Partner die Finanzmittel hat, der andere die Geschäftsverbindungen vor Ort. Oft werden nämlich Joint Ventures gebildet, wenn ein inländisches Unternehmen in einen ausländischen Markt vordringen will.

"Ein Huhn kommt zum Schwein. "Was hältst du von einem Joint Venture? Das gibt Synergieeffekte und wir beide könnten viel mehr verdienen."

"Prima" sagt das Schwein. "Was wollen wir denn produzieren?"
Das Huhn antwortet: "Ham and eggs." Das Schwein ist entsetzt.
"Dabei gehe ich drauf, und du machst Profit."

Das Huhn antwortet: "So ist das nun mal bei einem Joint Venture."


Der Betriebsrat


Der Betriebsrat ist bekanntlich die Vertretung der Arbeitnehmerschaft. Betriebsratsmitglieder haben bestimmte Sonderrechte. So darf ihnen z.B. nicht gekündigt werden, solange sie im Betriebsrat sind. (Ausnahme: außerordentliche Kündigung). Auch nach Ende der Mitgliedschaft gibt es dieses Schutzrecht noch ein Jahr lang. Betriebsratsmitglieder haben auch ein besonderes Recht auf Fortbildung. Sie haben das Recht während ihrer Amtszeit für insgesamt 3 Wochen für bestimmte Schulungs- und Bildungsveranstaltungen freigestellt und trotzdem bezahlt zu werden.

Und so mag es in der Praxis den ein oder anderen geben, der als Betriebsratsmitglied eine ruhige Kugel schiebt.

"Der neue Lehrer möchte wissen, welche Berufe die Eltern seiner Schüler ausüben. "Mein Vater arbeitet in einer Lackiererei und taucht Autotüren", erzählt der erste. "Meiner ist ein Kollege von Peters Vater und arbeitet auch in der Lackiererei. Er taucht die Kofferraumklappen", sagt der nächste.

Jetzt will der Lehrer von Hans wissen, was sein Vater macht. "Der taucht überhaupt nichts. Der ist Betriebsrat."

 

So funktioniert Prozentrechnung

In der Praxis geht es immer wieder daneben, deswegen sei es an dieser Stelle mal klar gesagt. Wenn ein Unternehmen seinen Umsatz verdoppelt, so ist dies eine Steigerung um 100%, wenn es seinen Umsatz verdreifacht, ist dies eine Steigerung um 200%, wenn es den Umsatz vervierfacht, so ist dies eine Steigerung um 300% und so weiter.

"Ein pensionierter Lehrer spaziert durch die Stadt. Plötzlich hält neben ihm ein protziger Wagen mit livriertem Fahrer. Heraus springt ein beleibter Fahrer mit dicken Goldringen an den Fingern und einer Uhr der Schweizer Luxusklasse am Handgelenk: "Aber Herr Müller - kennen Sie mich denn nicht mehr?"

Der Lehrer stutzt einen Augenblick. "Bist du nicht der Hansi, der immer so große Probleme mit dem Rechnen hatte? Es scheint dir ja nicht schlecht zu gehen. Was machst du denn jetzt ?"

"Ich bin Unternehmer geworden. Ich verkaufe Gesundheitspfannen und Töpfe an Teilnehmer von Busreisen mit Einkaufsmöglichkeit."

"Aber da muss man doch genau kalkulieren und mit der Prozentrechnung klarkommen", wundert sich der Lehrer.

"Ach, das ist gar nicht so schwierig, wie ich früher immer dachte", winkt der erfolgreiche Geschäftsmann ab. " Ich kaufe die Töpfe für 100 Euro und verkaufe sie für 300. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel man mit einem nur 3-prozentigen Gewinnaufschlag verdienen kann!"

Soziale Marktwirtschaft


Das Wirtschaftssystem in Deutschland heißt "Soziale Marktwirtschaft". Der Begriff "Marktwirtschaft" drückt aus, dass der Markt durch freies Spiel der Kräfte das Zusammenkommen von Angebot und Nachfrage regeln soll. Der Begriff "Sozial" sagt aus, dass dieses freie Spiel der Kräfte eingeschränkt werden soll, wenn Schwächere geschützt werden sollen.

Soziale Marktwirtschaft bedeutet:

Soviel Freiheit wie möglich,
soviel Kontrolle und staatliche
Eingriffe wie nötig.


Irgendwie haben wir das vergessen. Irgendwie haben wir zu viele Regelungen und zuwenig persönliche Freiheit. Dies führt teilweise zu absurden Ergebnissen.

"An der Himmelspforte sind die Scharniere ausgeleiert und müssen ersetzt werden. Um himmlische Gerechtigkeit walten zu lassen, wird der Auftrag international ausgeschrieben. Die Preise sollen von allen Ländern in Euro kalkuliert werden.

Nach einigen Wochen gehen die Angebote ein: Die Polen bieten die Reparatur für 75 Euro an. Die Amerikaner verlangen 300 Euro. Die Deutschen bieten die Arbeit für 1075 Euro an.

Petrus fragt bei den Deutschen nach, wieso der Preis deutlich über den anderen Preisangeboten liegt. "Ganz einfach", erklärt der deutsche Vertreter "500 Euro sind für Dich persönlich. 500 Euro braucht die Firma um die ganzen Verwaltungskosten zu decken. Und 75 Euro bekommen die Polen dafür, dass sie die eigentliche Arbeit machen."


Standort Deutschland: zuviel Bürokratie

Die nächste Geschichte schlägt in die gleiche Kerbe.

"Ein deutscher und ein amerikanischer Manager, beide Chefs bedeutender Chemieunternehmen, treffen sich bei einem internationalen Kongress. Da sie seit langem befreundet sind, verabreden sie sich zum Abendessen. Beim Gespräch stellt sich heraus, dass beide Unternehmen ein fast identisches Produkt entwickelt haben. Beide sind sicher, dass damit viel Geld zu verdienen ist - vor allem von dem, der als erster damit auf dem Markt ist. Also schließen sie eine Wette darüber ab, wer dies sein wird.

Nach einem Jahr schickt der Amerikaner ein Fax: "Noch 30 Tage, dann ist unsere Fabrik fertig, und die Produktion kann beginnen."

Der Deutsche faxt zurück: "Noch 30 Formulare, und das Planfeststellungsverfahren kann beginnen."

Deutschland und Amerika: der Unterschied


"In Amerika ist der Staat eine gesellschaftliche Veranstaltung, in Deutschland ist die Gesellschaft eine staatliche Veranstaltung."

So sagt es Wirtschaftswissenschaftler Helmut Leipold, zitiert in Capital 24/2000.

"Warum gibt es dann also in Deutschland so viele junge Sozialhilfeempfänger und so wenige junge Unternehmer?

Weil das Genehmigungsverfahren für den Bau einer neuen Produktionsstätte so lange dauert, dass die Konkurrenz bis dahin längst die Marklücke gefüllt hat. Inzwischen hat der junge Unternehmer sein ganzes Kapital verloren. Er muss deshalb einen Antrag auf Sozialhilfe stellen. Daher ist es wirtschaftlich gesehen besser, gleich einen Antrag auf Sozialhilfe zu stellen. Der wird nämlich sofort bewilligt."

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