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Werde Du

Wenn Du in den Himmel kommst, werden sie Dich nicht fragen:

"Warum warst Du nicht Moses oder Christus?"
Sondern sie werden fragen:

"Warum warst Du nicht Du?"
"Warum wurdest Du nicht der,
der nur Du werden konntest?"

nach Rabbi Susya

Ich glaube an Dich

Ich möchte Dir sagen, dassich an Dich glaube. Ich vertraue auf Deine Meinung und auf all die Träume, den Scharfsinn und die Zielstrebigkeit in Dir. Du kannst alles erreichen, und Du hast ungezählte Möglichkeiten, das, was Du vom Leben oder von Dir selbst erwartest, zu verwirklichen.

Vernachlässige deshalb Deine innersten Träume nicht.
Du hast die Kraft, sie zu verwirklichen.
Du hast die Kraft, genau das zu werden, was Du möchtest.

Glaube an Dich, so wie ich an Dich glaube, und nichts wird Dir unerreichbar bleiben.

Joleen K. Fox, gewidmet unseren
Seminarteilnehmerinnen u. -teilnehmern.

Verwandlung

"Genau in dem Moment, als die Raupe dachte, die Welt geht unter, wurde sie zum Schmetterling."
Verfasser unbekannt

Nicht Sprüche...

"Nicht Sprüche sind es, woran es fehlt;
 die Bücher sind voll davon. Woran es fehlt, sind Menschen, die sie anwenden."
 Epiktet

Zwei Wölfe

Ein alter Cherokee lehrt seinen Enkel über das Leben. "In mir tobt ein Kampf", sagte er zum Jungen. "Es ist ein schrecklicher Kampf zwischen zwei Wölfen. Einer ist böse - er ist Wut, Neid, Kummer, Bedauern, Gier, Überheblichkeit, Selbstmitleid, Schuld, Groll, Minderwertigkeit, Lügen, falscher Stolz, Hochmut und Ego. Der andere ist gut - er ist Freude, Frieden, Liebe, Hoffnung, Gelassenheit, Demut, Güte, Milde, Mitgefühl, Großmut, Wahrheit, Mitgefühl und Vertrauen. Der gleiche Kampf tobt auch in dir - und in jedem anderen Menschen."
Der Enkel dachte einige Minuten nach und fragte dann seinen Großvater, "Welcher Wolf wird gewinnen?"

Der alte Cherokee meinte schlicht: "Der, den du fütterst."

Verfasser unbekannt, vermutlich eine zunächst mündlich überlieferte Geschichte
 

Die wichtigsten Worte

Die 6 wichtigsten Worte: "Ich gebe zu, ich hatte Unrecht."
Die 5 wichtigsten Worte: "Das haben Sie wunderbar gemacht."
Die 4 wichtigsten Worte: "Was denken Sie darüber?"
Die 3 wichtigsten Worte: "Kann ich helfen?"
Die 2 wichtigsten Worte: "Vielen Dank!"
Das wichtigste Wort: "Wir"
Verfasser unbekannt
 

Der Mann und die Dunkelheit

Es war einmal ein Mann, der in einem dunklen Zimmer wohnte. Er mochte die Dunkelheit nicht und er versuchte, sie mit Beschimpfungen und Beschwörungen zu vertreiben.
Aber die Dunkelheit verschwand nicht.

Eines Tages besuchte ihn eine weise Frau. Sie sagte zu ihm: "Das was dich ärgert, die Dunkelheit, wie du es nennst, gibt es eigentlich gar nicht. Dagegen zu kämpfen bringt deshalb überhaupt nichts. Konzentriere dich lieber darauf, mehr Licht in deine Wohnung zu bringen und du wirst sehen, dass dein Problem damit von allein verschwindet."

Der Mann lachte nur und rief: "Ha! Das kann nicht sein. Keine so einfache Methode kann einen so übermächtigen Feind wie die Dunkelheit besiegen. Du irrst, närrisches Weib!"

Und so verbrachte der Mann den Rest seines Lebens in der Dunkelheit, von der er glaubte, sie sei unbezwingbar.

Das Licht einer einzigen Kerze hätte ihn vom Gegenteil überzeugen können...

Verfasser unbekannt, entnommen aus dem Newsletter "Zeit zu leben"

Zwei Engel

Zwei reisende Engel machten halt, um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen. Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln im Gästezimmer des Haupthauses auszuruhen. Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller. Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Als der jüngere Engel fragte, "warum", antwortete der ältere Engel: "Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen." In der nächsten Nacht rasteten die beiden Engel im Haus eines sehr armen aber gastfreundlichen Bauern und seiner Frau. Nach dem kargen Mahl gingen die Engel in ihrem Bett schlafen, wo sie gut schliefen. Als die Sonne am nächsten Tag den Himmel erklomm, fanden die Engel den Bauern und seine Frau in Tränen. Ihre einzige Kuh, deren Milch ihr alleiniges Einkommen gewesen war, lag tot auf dem Feld. Der jüngere Engel wurde wütend und frage den älteren Engel, wie er das habe geschehen lassen können? "Der erste Mann hatte alles, trotzdem halfst du ihm," meinte er anklagend. "Die zweite Familie hatte wenig, und du ließest die Kuh sterben."

"Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen",
sagte der ältere Engel. "Als wir im kalten Keller des Haupthauses ruhten, bemerkte ich, daß Gold in diesem Loch in der Wand steckte. Weil der Eigentümer so von Gier besessen war und sein glückliches Schicksal nicht teilen wollte, versiegelte ich die Wand, so daß er es nicht finden konnte. Als wir dann in der letzten Nacht im Bett des Bauern schliefen, kam der Engel des Todes, um seine Frau zu holen. Ich gab ihm die Kuh anstatt dessen.

Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen."

Habe Vertrauen und verlasse dich darauf, daß jedes Ergebnis zu deinem Vorteil ist.
Du magst es erst bemerken, nachdem einige Zeit vergangen ist....

Verfasser unbekannt

Eure Kinder sind nicht eure Kinder

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.

Sie sind die Töchter und Söhne der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.

Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.

Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, denn sie haben ihre eigenen Gedanken.

Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen. Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.

Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.

Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.

Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder als lebende Pfeile ausgeschickt werden.

Der Schütze sieht das Ziel auf dem Pfad der Unendlichkeit, und Er spannt euch mit seiner Macht, damit seine Pfeile schnell und weit fliegen.

Laßt euren Bogen von der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein,
denn so wie Er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt Er auch den Bogen, der fest ist.
Khalil Gibran, libanesischer Dichter.

Khalil Gibran wurde mit seinen mystischen Erzählungen und Gedichten
zu einem der meistgelesenen spirituellen Meister des 20. Jahrhunderts.

Freiheit, die ich meine

Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten. Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt.

Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben...

Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen, dies ist mein Werk.

Albert Schweitzer

Grabe innen

Grabe innen, innen ist die Quelle des Guten.
Und sie wird immer aufsprudeln,
wenn Du immer gräbst.

Marc Aurel

Wünsche

Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast und sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann. Stehe, soweit ohne Selbstaufgabe möglich, in freundlicher Beziehung zu allen Menschen. Äußere Deine Wahrheit offen und klar und höre anderen in Ruhe zu - auch den Geistlosen und Unwissenden. Denn auch sie haben ihre Geschichte.

Meide laute und aggressive Menschen. Sie sind eine Qual für den Geist.
Wenn Du Dich mit anderen vergleichst, könntest Du bitter werden und Dir nichtig vorkommen. Denn immer wird es jemanden geben, größer oder geringer als Du.
Freue Dich Deiner Leistungen, wie auch Deiner Pläne...
 

Die Regeln des Menschseins

 
Du hast einen Körper erhalten. Gleichgültig ob Du ihn magst oder nicht, er wird für die Zeit Deines Lebens Dir gehören.
Du wirst Lektionen lernen. Du bist an einer informellen Ganztagsschule eingeschrieben, die man "Leben" nennt. Du wirst an jedem Tag in dieser Schule Gelegenheit haben, Lektionen zu lernen. Es kann sein, dass Du die Lektionen magst, oder dass Du sie für dumm oder überflüssig hältst.

Es gibt keine Fehler, nur Lektionen. Wachstum erfolgt durch einen Prozess von Versuch und Irrtum, durch Ausprobieren. Die fehlgeschlagenen Versuche, sind genauso Teil des Prozesses, wie der Versuch, der zu einem erfolgreichen Ende führt.

Manche Lektionen werden wiederholt. Eine Lektion wird Dir so lange in den verschiedensten Formen präsentiert werden, bis Du sie gelernt hast. Wenn Du sie gelernt hast, kannst Du zur nächsten Lektion übergehen.

Das Lernen hört niemals auf. Jeder Teil Deines Lebens enthält Lektionen. So lange Du lebst, gibt es Lektionen zu lernen.



"Da drüben" ist es nicht besser als "Hier". Immer wenn Dein "Da Drüben" zu einem "Hier" geworden ist, wirst Du einfach nur ein weiteres "Da drüben" finden, das wieder besser aussieht, als das "Hier".

Die anderen sind nur Spiegel Deiner selbst. Du kannst bei einem anderen Menschen nur das mögen oder nicht mögen, was Du an Dir selbst magst oder nicht magst.

Jeder ist seines Glückes Schmied. Was Du aus Deinem Leben machst und wie Du Dich entscheidest, ist Deine Sache. Du hast alle Werkzeuge und alle Quellen, die Du brauchst. Was Du damit machst, liegt bei Dir.

Die Antworten auf die Fragen des Lebens findest Du in Dir. Alles, was Du brauchst, ist sehen, hören und vertrauen.

Verfasser unbekannt
 

Gib niemals auf

Gib niemals auf! Du hast so vieles in Dir und darunter das Edelste von
allem, den Sinn für das Glück. Erwarte nur nicht die Erfüllung Deines Lebens
von einem Mann. Darin täuschen sich so viele Frauen. Erwarte sie nur von Dir
selbst.

Aus: Albert Camus, "Der glückliche Tod"

Der hundertste Affe

Die japanische Affenart, Macaca fuscata, wurde während über 30 Jahren in freier Wildbahn beobachtet. 1952 belieferten Wissenschaftler Affen der Insel Koshima mit süssen Kartoffeln, welche sie zuvor in den Sand fallen liessen. Die Affen liebten den Geschmack der rohen, süssen Kartoffeln, fanden aber den Sand unangenehm. Ein 18 Monate altes Weibchen, mit Namen Imo, löste das Problem indem sie die Kartoffeln in einem nahegelegenen Fluss wusch. Sie lehrte diesen Trick ihrer Mutter. Auch ihre Spielkameraden lernten dieses neue Verhalten und brachten es ebenfalls ihren Müttern bei.
Zwischen 1952 und 1958 lernten nach und nach alle jungen Affen die süssen Kartoffeln zu waschen, um sie geniessbarer zu machen. Von den erwachsenen Affen lernten nur die, die ihre Kinder imitierten, die Kartoffeln zu waschen. Andere Affen aßen weiterhin die sandigen Kartoffeln.

Dann geschah etwas Seltsames. Im Herbst 1958 wuschen eine gewisse Anzahl von Affen süsse Kartoffeln - die exakte Zahl ist nicht bekannt. Nehmen wir einmal an, dass eines schönen Morgens 99 Affen auf der Insel Koshima gelernt hatten, ihre Kartoffeln zu waschen. Nehmen wir weiter an, dass später an diesem Morgen der einhundertste Affe lernte, Kartoffeln zu waschen.

Da geschah es!

An diesem Abend wuschen fast alle dieses Stammes die süssen Kartoffeln, bevor sie diese aßen. Die zusätzliche Energie dieses hundertsten Affen schaffte den Durchbruch. Auch Affenkolonien auf anderen Inseln begannen, ihre süssen Kartoffeln zu waschen.

Das heisst also, wenn eine gewisse kritische Anzahl zu einer neue Erkenntnis kommt, kann diese neue Erkenntnis von Geist zu Geist übertragen werden.

Dies ist eine riesige Chance für diese Welt....



Angeleht an die Darstellung von Lyall Watson, der sich auf die enstprechenden Berichte der japanischen Forscher stützte. Ähnliche Phänomene auch nachzulesen in dem Buch von
Rupert Sheldrake: "Das Gedächtnis der Natur".
 

Glück oder Unglück

Es war einmal eine arme Bauernfamilie, bei denen der alte Bauer für seine Weisheit berühmt war. Eines Tages ging der einzige Sohn des Mannes in den Wald, um Holz zu holen. Als er zurückkam, hatte er ein herrenloses Pferd dabei, das anscheinend niemandem gehörte und das er eingefangen hatten. "Was für ein Glück!" riefen die Nachbarn. "Glück oder Unglück, wer weiß, wer weiß?" sagte der alte Mann.
Am nächsten Tag versuchte der Sohn das Pferd zu reiten und stürzte dabei so unglücklich, dass er sich den Arm brach. "Was für ein Unglück!", sagten die Nachbarn. "Der einzige Sohn, und jetzt ist er ein Krüppel!" - "Glück oder Unglück, wer weiß, wer weiß?" bemerkte der Alte.

Wenig später brach im Land Krieg aus, und alle jungen Männer wurden eingezogen - nur der Sohn des Alten nicht, denn der hatte einen steifen Arm. "Welch ein Glück!" meinten die Nachbarn. "So hast Du einen Sohn, der darf zu Hause bleiben und kann Dir sogar noch helfen." - Glück oder Unglück, wer weiß, wer weiß? , bemerkte der Alte nur.

Nachdem der Krieg vorbei war, waren alle jungen Männer des Dorfes gefallen Auch der Sohn des direkten Nachbarn war gestorben. Er konnte den Anblick des Sohnes des Alten nicht mehr ertragen und zündete voller Zorn und Neid den Hof der Bauernfamilie an. "Welch großes Unglück" riefen die Nachbarn. "Jetzt habt ihr keinen Hof mehr!" - "Glück oder Unglück, wer weiß, wer weiß?", sagte der weise Alte.

Als sie die verkohlten Überreste des Hauses aufräumten, stießen sie auf eine große Truhe aus Metall voller Goldmünzen. "Was für ein Glück!" riefen die Nachbarn. Und was wohl machte da der Alte? Er antwortete....

Verfasser unbekannt

Der wichtigste Moment

Es waren einmal drei Brüder, die sich darüber stritten, was der wichtigste Moment im Leben eines Menschen sei. Der erste meinte, dass es die Geburt sein müßte, denn schließlich gäbe es ohne diesen Moment gar kein Leben. Der zweite meinte, dass es der Tod sein müßte, den in diesem Moment entschiede sich erst endgültig, ob es ein gutes Leben gewesen ist. Der dritte schließlich sagte, der wichtigste Moment sei die Geburt des ersten Kindes, denn da würde entschieden, dass die Familie weiterlebt.
Und so stritten die Brüder eine Weile und konnten sich nicht einigen. Schließlich entschlossen sie sich, einen neutralen Richter über diese Frage entscheiden zu lassen und sie einigten sich auch schnell auf einen weisen alten Mann, der gar nicht weit vom Haus der Brüder einsam in einer Hütte auf einem Berg lebte.

Sie machten sich auf den Weg zu diesem alten Mann und trugen ihm ihre Frage nach dem wichtigsten Moment im Leben eines Menschen vor. Der alte Mann sah, dass die Brüder ernsthaft bemüht waren, diese Frage zu klären und sagte: "Ich will euch helfen. Aber ich werde nur diese eine Frage beantworten und danach laßt mich bitte in Ruhe und geht wieder." Die Brüder versprachen es ihm. "Gut", sagte der alte Mann. Es gibt eine eindeutige Antwort auf die Frage, was der wichtigste Moment im Leben eines Menschen ist. Diese Antwort lautet:

Der wichtigste Moment ist... JETZT."

Marius Ebert

Wie man beschimpft wird...

Ein alter Meister hatte sich entschieden, nicht mehr zu kämpfen. Trotzdem wurde er von einem jungen Krieger herausgefordert. Der Meister saß nur da und reagierte nicht. Daraufhin versuchte der Krieger, ihn zu provozieren. Er beleidigte ihn und seine Vorfahren aufs Heftigste. Geduldig ertrug der Meister die Beschimpfungen; schließlich entfernte sich der junge Krieger frustriert. Die Schüler des Meisters konnten nicht verstehen, dass er sich nicht gewehrt hatte; sie schämten sich seiner sogar. Daraufhin fragte der Meister: "Wenn euch jemand ein Geschenk machen will, und ihr nehmt es nicht an, wem gehört es dann?"
Die Schüler antworteten: "Natürlich immer noch demjenigen, der es verschenken wollte."

Der Meister fuhr fort: So ist es auch mit Neid, Wut und Haß. Wenn wir sie nicht annehmen, bleiben sie bei dem anderen."

Verfasser unbekannt, vermutlich eine zunächst nur mündlich überlieferte Geschichte

Achte auf Deine Gedanken...

Achte auf Deine Gedanken,
denn sie werden Deine Worte,
achte auf Deine Worte,
denn sie werden Deine Taten,
achte auf Deine Taten,
denn sie werden Deine Gewohnheiten,
achte auf Deine Gewohnheiten,
denn sie werden Dein Schicksal.

Johann Wolfgang von Goethe

Gib auf!

Ein bereits älterer Mönch kam zu einem Zen-Meister und sagte: "Ich habe in meinem Leben eine Vielzahl von spirituellen Lehrern aufgesucht und nach und nach immer mehr Vergnügungen aufgegeben, um meine Begierden zu bekämpfen. Ich habe lange Zeit gefastet, jahrelang mich dem Zölibat unterworfen und mich regelmäßig kasteit.

Ich habe alles getan, was von mir verlangt wurde und ich habe wahrhaft gelitten, doch die Erleuchtung wurde mir nicht zuteil. Ich habe alles aufgegeben, jede Gier, jede Freude, jedes Streben fallengelassen. Was soll ich jetzt noch tun?"

Der Meister erwiderte: "Gib das Leiden auf!"

Entnommem aus: Marco Aldinger, "Geschichten für die kleine Erleuchtung".

Der Asket und die Maus

Ein Asket saß meditierend in einer Höhle. Da huschte eine Maus herein und knabberte an seiner Sandale. Der Asket öffnete verärgert die Augen:

"Warum störst Du mich in meiner Meditation?" "Ich habe Hunger", piepste die Maus. "Verschwinde, unwissendes Tier", sagte der Asket, "ich suche die Einheit mit Gott, wie kannst Du mich dabei stören!"

"Wie willst Du Dich mit Gott vereinigen", fragte da die Maus, "wenn Du nicht einmal mit mir einig wirst?"

Entnommem aus: Marco Aldinger, "Geschichten für die kleine Erleuchtung".

Unsere tiefste Angst..

 Unsere tiefste Angst ist nicht, daß wir der Sache nicht gewachsen sind. Unsere tiefste Angst ist, daß wir unermeßlich mächtig sein könnten. Es ist unser Licht, das wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit. Wir fragen uns: " Wer bin ich denn eigentlich, daß ich leuchtend, hinreißend, begnadet und phantastisch sein darf?"

Aber wer bist Du denn, daß Du das nicht sein darfst?

(Miriam Williamson)
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