>> Tipps - Prüfung << |
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Als unsere Vorfahren noch durch die Urwälder zogen, war ihre Welt in vieler Hinsicht voller großer Gefahren. Hinter jedem Busch konnte ein gefährliches Raubtier lauern. Nahm unser Vorfahr ein solches Tier wahr, musste er bereit sein, sofort zu reagieren. Diese Reaktion steuert der Hirnstamm, der auch Reptiliengehirn genannt wird. Das Reptiliengehirn ist zuständig für unsere Wachsamkeit und für Flucht- oder Kampfverhalten. Es ist das älteste Bauteil unseres Gehirns und ca. 500 Millionen Jahre alt. Wenn nun unser Vorfahr ein solch gefährliches Raubtier wahrnahm, erhielt sein Reptiliengehirn in dieser Situation den Impuls: Achtung! Lebensbedrohende Gefahr! Sofort wurden die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet: Sein Körper konzentrierte alle seine Energie darauf, den Organismus auf die lebensrettende Flucht einzustellen. Sämtliche anderen Funktionen wurden sofort blockiert. Wenn wir heute zu einer mündlichen Prüfung antreten müssen und dabei einem gestrengen Prüfer in die Augen schauen, reagieren wir ganz genauso. Wir sehen diese Situation vor allem deswegen als gefährlich an, weil sie uns unbekannt erscheint. Unbekanntes ist aber für unser Reptiliengehirn gleichbedeutend mit Gefahr. ![]()
Unbekanntes ist gefährlich, Bekanntes ist ungefährlich. Zur richtigen Einstimmung gehört also auch, dass wir uns alle Dinge, die mit der Prüfung zu tun haben, möglichst vertraut machen. Wenn wir zum Beispiel nur den Namen unseres mündlichen Prüfers kennen, so ist es oft gar nicht so schwierig herauszufinden, wie dieser Mensch aussieht. Wenn unsere Prüfung in einem fremden Raum stattfindet, sollten wir uns, wenn möglich, diesen Raum vorher ansehen, ihn empfinden und uns bereits gedanklich in die Prüfungsatmosphäre einfühlen. Bei vielen Prüfungen kann man hinten im Raum als stiller Zuhörer teilnehmen (leider nicht bei ![]() Dies sollten wir unbedingt rechtzeitig getan haben, bevor wir selber vorne als Kandidat sitzen. Vor allem sollten wir uns die Prüfungssituation geistig vorstellen und visualisieren, dass es für uns "gut läuft" und die Prüfer freundlich und wohlwollend sind.
Es geht hier nicht um Weltanschauung, sondern um praktischen Nutzen für eine entscheidende Situation, wie sie eine Prüfung nun mal ist. Vor einer Prüfungssituation zu beten oder zu meditieren ist ein Konzept, das so alt ist, wie die Menschheit. Es funktioniert. ![]()
Wesentlich ist nämlich Ihre seelische Ausgeglichenheit. Reservieren Sie mindestens einen Tag vor der Prüfung, für Dinge, die Sie entspannen und ausgleichen, wie Spazieren gehen, Sport, Kino, Sauna etc.
Vor der Prüfung wird Sie Ihr Gedächtnis an andere Prüfungen erinnern. Dabei werden möglicherweise auch Ängste "hochkommen". Greifen Sie zu einem einfachen und wirksamen Rezept. Schreiben Sie jede hochkommende Angst in der Form eines Glaubenssatzes auf. Schreiben Sie also zum Beispiel auf: "Für mich ist die Zeit in der Prüfung immer zu knapp", "Ich brauche zu lange", "Ich schaffe es nicht" etc., etc. Dann verbrennen Sie diese Sätze. ![]()
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...sollte bereits alles bereitliegen, was Sie für die Prüfung selber brauchen (Schreibgerät, Taschenrechner etc.). Legen Sie sich Ihre Unterlagen bereits am Vorabend vollständig zurecht. Am besten Sie hören am Morgen der Prüfung Musik (über Walkman), statt sich durch ständiges "gedankliches Wühlen" im Prüfungsstoff verrückt zu machen. ![]()
In der Prüfung selber kommt es entscheidend auf einen guten Start an (vgl. "biologische Abläufe). Deswegen ist es sehr wichtig, mit einem Erfolgserlebnis zu starten. Beginnen Sie in einer schriftlichen Prüfung immer mit einer Frage, die sie gut beantworten können und stellen sie die anderen Fragen zunächst zurück. ![]()
Starren Sie in einer schriftlichen Prüfung nicht lange auf ein weißes Blatt. Sehen Sie zu, dass Sie ins Schreiben kommen. Nehmen Sie z.B. einen zentralen Begriff aus der Aufgabenstellung heraus und schreiben ihn in die Mitte ihres Konzeptblattes, machen Sie sich also eine Mind Map. Dann gruppieren Sie darumherum zunächst wahllos die Dinge, die Ihnen zu diesem Begriff einfallen. (Wie eine Mind Map aussieht, können Sie unter "BWL leicht gemacht" sehen.) Schreiben Sie zunächst Alles auf, was Ihnen einfällt. Konzentrieren Sie sich immer auf die Dinge, die Sie wissen. Weil wir immer nur einen Gedanken gleichzeitig haben können, können Sie gar nicht an die Dingen denken, die Sie nicht wissen.
Auch wenn Sie es vielleicht nicht glauben: alles Wissen ist da! Das Problem ist allein, die gesuchte Information auszulösen. Setzen Sie so viele Auslöser wie möglich systematisch ein. Versuchen Sie sich die Buchseite vorzustellen, auf der die Information steht, denken Sie an die Stimme Ihres Lehrers, versetzen Sie sich in die konkrete Situation, als Sie sich mit dem Stoff beschäftigt haben, etc. Stellen Sie auch einfach mal die Fragestellung der schriftlichen Frage um. Wenn Sie z.B. die Frage lesen: "Was ist Semantik?", dann variieren Sie diese Frage: Was ist Semantik? ![]()
Wenn Ihnen dann Dinge einfallen, ![]() Ihr Gedächtnis liefert Ihnen blitzartig Informationen - aber in diesem Moment leider noch völlig unstrukturiert. • Begriffsdefinition Wenn Sie sich vorher ein solches Ordnungssystem bewußt machen, können Sie das "hochschießende" Wissen sofort strukturieren, indem Sie es den obigen Begriffen zuordnen. ![]()
Je näher die Prüfung rückt, desto mehr werden Sie auch Geschichten hören, die diese Prüfung betreffen. Diese Geschichten haben merkwürdigerweise fast alle den gleichen Tenor: Bei der Prüfung handele es sich um eine nur wenig gemilderte Form der Hölle auf Erden. Woher kommt das? Wieso wird von einer Prüfung ein dermaßen negatives Bild gezeichnet? Die Antwort auf diese Frage findet man, wenn man schaut, wer diese Geschichten erzählt. Wer eine Prüfung erfolgreich absolviert hat, steuert meistens schon sein nächstes Ziel an. Er beschäftigt sich gedanklich nicht mehr damit. Es sind also in den allermeisten Fällen die "Durchfaller", die diese Horrorgeschichten erzählen. Und sie haben dafür auch einen klaren Grund: Ein "Durchfaller" will nicht selber schuld gewesen sein.
Außerdem gilt: "Angsthasen" suchen sich andere "Angsthasen".
Manche Menschen geraten kurz vor oder während einer Prüfung in Panik. Folgendes kann helfen: Prüfungspanik (1) ![]() Prüfungspanik (2) Prüfen Sie Ihre Einstellung! Ist es eine Muß-Einstellung? Glauben Sie, daß Sie die Prüfung unbedingt bestehen müssen , weil Sie glauben, sonst ein dummer Versager zu sein? "Müssen" bedeutet Zwang. Panik entsteht, wenn man glaubt, diesem Zwang nicht gerecht zu werden. Eine bessere Einstellung könnte sein: Ich gebe mein Bestes. Prüfungspanik (3) ![]() Ich bin Ich. Prüfungspanik (4) Fokussieren Sie. Konzentrieren Sie alle Ihre Gedanken auf einen winzigen Teil der Prüfung. Arbeiten Sie an diesem Teil so, als ob es das letzte ist, was sie auf dieser Welt tun. Blenden Sie alles andere aus. Prüfungspanik (5) Gehe in Dein Zimmer und schließe die Tür ab, so dass Du die nächste Stunde ungestört bist. Hänge das Telefon aus. Leg Dich auf Dein Bett und dann laß Deine Angst zu. Nimm bewußt das Gefühl wahr. Versuche es nicht zu bewerten, sondern anzunehmen, so wie es ist. ("Dies ist also meine Angst, so fühlt es sich an.") Und dann atmest Du ganz langsam, Schritt für Schritt in dieses Gefühl hinein. Du "stirbst" in Deine Angst hinein. Du atmest Dich Schritt für Schritt durch Deine Angst/Dein Gefühl hindurch. Du wirst ein großes Gefühl der Befreiung erleben, wenn Du diese Übung abgeschlossen hast. Denke daran: Jeder Mensch hat mal Angst vor Irgendetwas, aber die meisten Menschen verdrängen dieses Gefühl, weil z. B. ein Junge/Mann ja keine Angst haben darf. Sie gehen in einen Widerstand gegenüber ihrem Gefühl. Und deswegen ist es so wichtig in der Übung, das Gefühl wahrzunehmen und anzunehmen. Und das ist auch der Grund, warum Autosuggestion oft nicht funktioniert. Dadurch werden Verdrängungsmechanismen in Gang gesetzt und man geht durch die Autosuggestion in einen Widerstand zum eigenen Gefühl. Und Widerstand gegenüber einer Sache ist der sicherste Weg, diese Sache beizubehalten. Lösung geht immer nur über Annahme, nicht über Verdrängung und Widerstand. Prüfungspanik (6) Für den Fall von Prüfungsängsten und Panikattacken sind die sogenannten Zu beziehen sind diese Tropfen bei: |
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