 Für mich war zunächst einmal die kurze Lehrgangsdauer ein wichtiger Entscheidungsfaktor für die Spasslerndenkmethode, Ich konnte mich einfach nicht mit dem Gedanken anfreunden 1 - 1,5 Jahre jede Woche 2 x abends und Samstags die Schulbank zu drücken. Zumal ich bei vorherigen Lehrgängen bemerkt habe, dass ich abends oftmals gar nicht mehr aufnahmefähig bin und meine Gedanken abschweifen. Schon der Informationsabend machte mich sehr neugierig auf diese mir noch unbekannt Lernmethode. Als der Lehrgang begann war ich zunächst ein wenig enttäuscht, weil die Klasse etwas größer war als ich mir erhofft hatte. Dies erwies sich aber nicht als Hindernis, im Gegenteil, man hatte in den Pausen die Möglichkeit sich mit den anderen Lehrgangsteilnehmern die ja auch vom "Fach waren" aus zu tauschen. Am ersten Tag haben wir dann von der Dozentin eine sogenannte Einführung in die Entspannung erhalten. Ich war erstaunt, wie entspannend doch 20 Minuten sein können. Es hatte wirklich funktioniert. Es war nach der ersten Entspannung, in der wir noch keinen Lehrstoff vermittelt bekamen, so als ob man ein Mittagsschläfchen gehalten hätte und nun wieder voller Kraft in den Tag starten könnte.
Die Lehrgangsunterlagen, Lernkarteikarten und Ordner, sind sehr übersichtlich und klar strukturiert. Besonders schön war, dass man nicht so viel schreiben mußte, da einige Sachen schon vorgedruckt waren. Man konnte sich also an den Seminartagen auf das Wesentliche konzentrieren. Der Tip von der Dozentin, sich die Zusammenfassungen auf Band zu sprechen, hat mir für den Einstieg sehr geholfen. Ich habe mich so von Anfang an mit dem Lehrstoff vertraut gemacht und einfach auf längeren Autofahrten mal eine Kassette angehört. Ich habe direkt bei Lehrgangsbeginn begonnen den Stoff zu Hause aufzuarbeiten. In den Ordnern waren zu jedem Gebiet sogenannte Repetitorien, mit denen man sein Wissen selber überprüfen konnte. Auch die Lernkarteikarten, die man NICHT selber beschriften musste, waren für die Lernkontrolle sehr hilfreich. Ich besorgte mir vor Lehrgangsbeginn zusätzlich ein Buch "Prüfung der Personalfach-kaufleute". Im Vergleich muß ich sagen, dass die Unterlagen der Spasslerndenkmethode viel einfacher zu begreifen waren. Ich ertappte mich manchmal dabei wie ich im Buch las und gar nicht kapierte was die dort eigentlich schreiben. Während des Lehrgangs wurden wir zusätzlich von den Dozentinnen mit aktuellem Lernstoff und Neuerungen in der Gesetzesgebung versorgt, sodass wir am Ende auf einem aktuelleren Stand waren als die IHK. Auch wenn wir die aktuellen Dinge für die Prüfung nicht brauchten, konnten wir diese Dinge doch am Arbeitsplatz anwenden. Ich würde allen zukünftigen Teilnehmern raten, Lerngruppen zu bilden. Auch wenn man sich fremd ist und es vielleicht nicht so einfach ist auf die Leute zu zu gehen, sucht euch einfach jemanden der euch sympathisch ist und schlagt es vor. Mir ging es in der Prüfung zumindest bei einer Frage so als ob meine "Lernfreundin" neben mir gesessen hätte und mir die Lösung in`s Ohr geflüstert hätte, weil wir gerade diese Frage ein paar Tage vorher zusammen diskutiert haben. Mir geht es so, dass ich zwar im Moment froh bin das Ganze hinter mir zu haben, nun aber mit meiner neu gewonnenen "Lernfreundin" schon über die nächste Weiterbildung nachdenke. Kontakt Simone Groß: simoneg@miltenyibiotec.de |