Die berufliche Weiterbildung boomt, gilt doch lebenslanges Lernen als bestes Erfolgsrezept gegen Arbeitslosigkeit und Karriere-Sack- gassen. Zwei Jahre und mehr dauern solche Fortbildungen normalerweise. Da braucht man schon eine sehr große Motivation, um neben dem Job so ein Programm durchzuziehen. So ist es denn kein Wunder, dass bei vielen Kursen von 100 gestarteten Teilnehmer nur 10 bis 20 Prozent eine Abschlussprüfung vorweisen können. Anders sieht es aus bei den Schülern von Dr. Marius Ebert. Nicht 20 Monate, sondern 20 Tage dauern seine Kurse. Und die Erfolgsquoten liegen regelmäßig über 90 Prozent, manchmal sogar bei 100 Prozent. Der Schlüssel des Erfolges liegt in einer ganz neuen Art des Lernens. Ebert ist der Erfinder der so genannten Spaßlerndenk-Methode. Doch bis sich diese revolutionäre Lernform durchsetzen konnte, musste er gegen sehr große Widerstände kämpfen.
Wie in vielen anderen Erfolgsfällen stand am Anfang einer ganz neuen Problemlösung ein selbst erlebtes Problem. Denn die Widrigkeiten des "ganz normalen" Lernens hatte Marius Ebert fast 25 Jahre erdulden dürfen: Nach dem Abitur hatte er zunächst eine Banklehre gemacht und dann neun Semester Betriebswirtschaftslehre in Münster studiert. Dort hatte er am eigenen Leibe erfahren, wie schwierig es ist, aus dem unglaublichen Wust an Lehrstoff das herauszufiltern, was tatsächlich für die Prüfungen wichtig und relevant ist. Nach dem Examen schloss er ein Promotionsstudium an. Als Doktor | der Wirtschaftswissenschaften ließ er sich zum Seminarleiter ausbilden und konzentrierte sich danach auf Mentaltrainings. Daneben hielt sich Marius Ebert mit betriebswirtschaftlichen Repetitorien für Studenten der Universität Münster über Wasser. Solche Repetitorien sind Crash-Kurse, in denen man sich den Prüfungsstoff in kürzester Zeit mit professioneller Hilfe einbleuen lässt. In den Rechtswissenschaften gehören Repetitorien wegen der immensen Stoff-Fülle fast schon zum Alltag der Studenten, in der BWL waren sie noch relativ unbekannt. Marius Ebert hatte bei einem Freund den EKS-Kurs gelesen und träumte seitdem davon, betriebswirtschaftliche Repetitorien in der ganzen Bundesrepublik anzubieten und dort Marktfährer zu werden. Doch der Anfang war schwierig. Für die Konzeption des ersten Kurses benötigte er fast ein Jahr. Denn hier wurde schon der Grundstein für die Spaßlerndenk-Methode gelegt: Marius Ebert vereinfachte und komprimierte den Stoff auf das Wesentliche und entwickelte dazu eine motivierende Lernmethode, indem er unter anderem Elemente aus dem Mentaltraining einbaute. Schließlich hatte er 24 Studenten dafür gewonnen, 300 Mark für einen viertägigen Kurs auszugeben - ein für diese Zielgruppe sehr hoher Preis. Damals hatte Marius Ebert schon einen Trick angewendet, den er aus zurück weiterlesen
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